Veränderung braucht Engagement

Wir decken Probleme auf und stellen lösungsorientierte Forderungen.
Dabei sind wir auf die Mitarbeit der Basis angewiesen. Immer wieder treten Mitglieder an den Vorstand heran mit einem spezifischen Problem. Dann gelangen wir als Berufsverband und Gewerkschaft an die zuständigen Stellen, beanstanden fragwürdige Entscheide, vermitteln und suchen gemeinsam nach Lösungen.
Bei umfassenderen rechtlichen Fragestellungen kommt der Solifonds ins Spiel.
Nötigenfalls machen wir Fehlentwicklungen auch publik und setzen uns aktiv für Veränderungen ein.

Decke auf, melde uns deine Erfahrung→ Forum


Stimmungsbarometer TG/HW/BG-Lehrpersonen nach Abbau von Lektionen

Der Abbau der handwerklichen und kreativen Fächer in Deutschfreiburg, wie er mit der neuen Stundentafel aufgegleist ist, führt nicht nur zu einer sprachlastigen Primarschulbildung der Schülerinnen und Schüler sondern hat auch auf die darin spezialisierten Lehrkräfte (Seminarausbildung bis 2005) drastische Auswirkungen.

In Deutschfreiburg werden voraussichtlich 7 Vollzeitäquivalenzen (VZÄ) auf Primarschulstufe gestrichen. Das Erziehungsdepartement (EKSD) „entledigt“ sich der vom Stellenabbau betroffenen Lehrpersonen mit dem Anbieten von nicht realistischen Weiterbildungsmöglichkeiten.

Zum Bericht

Rechtsgutachten Ferienaufschub

„Die aktuelle Handhabung, wonach den Lehrpersonen nebst dem Anspruch auf die grundsätzlich zustehenden Ferien auch der Anspruch auf eine gewisse Vorbereitungszeit verwehrt wird, erscheint jedenfalls willkürlich.“ (Zitat aus dem Rechtsgutachten, Fabian Vollmer, Bubenberg Advokatur und Notariat, 3. Juni 2016)

Zum Rechtsgutachten

Der Staatsrat hat geantwortet!

Der LDF will sich gegen ein schlechtes Image der Lehrpersonen wehren und verlangt vom Staatsrat die Streichung von diskriminierenden Artikeln aus dem Reglement für Lehrpersonen.

Die Art. 37-39 werden von uns als imageschädigend eingestuft.  Mit Art. 39 werden den Lehrerinnen die Ferienanrechte im Mutterschaftsurlaub nicht aufgeschoben, d.h. gestrichen, was keinen anderen Staatsangestellten gemacht wird und auch ausdrücklich im OR untersagt ist.

Mit zwei möglichen Antworten haben wir gerechnet:

  • Der Staatsrat nimmt das Anliegen auf und will diskriminierende Artikel streichen.
  • Der Staatsrat erklärt, dass keine Diskriminierung vorliegt, die Lehrerinnen zu Recht die Ferienanrechte im Mutterschaftsurlaub gestrichen erhalten, weil Lehrpersonen sowieso privilegiert sind und zu viele Ferien haben.

Und?

Ja, die Lehrpersonen sind privilegiert und Ja, sie haben zu viele Ferien, sagt Jean-Pierre Siggen, Staatsrat, Direktor der EKSD, CVP-Politiker und der oberste Chef der Lehrpersonen.

 

 

 Die Antwort des Staatsrats vom 27.2.2017

 

→ Beschwerde (30.3.17) gegen die Antwort des Staatsrats

Antwort des Staatsrats auf einen parlamentarischen Vorstoss


Postulat Laurent Thévoz / Nadia Savary-Moser
Erkenntnisse aus den unterschiedlichen obligatorischen Schulsystemen der beiden Sprachgemeinschaften im Kanton Freiburg

Ein interessantes Postulat, das den „best practice“-Sinn (Erfolgsrezept) nutzen möchte, um eine optimale Schullandschaft Freiburg erschaffen zu können. Der Staatsrat soll einen externen Auftrag erteilt, um die „best practice“ beider Sprachregionen zu vergleichen und signifikante Unterschiede aufzuzeigen, welche sich auf die Unterrichtsqualität (Chancengleichheit) auswirken.

Laut Staatsrat soll das Postulat abgewiesen werden. Bei der Erarbeitung des neuen Schulgesetzes seien die Forderungen teilweise schon erfüllt worden und teilweise nicht zu beobachten, da eine Evaluation der Wirkung des neuen Schulgesetzes noch nicht möglich sei. Er verpflichtet sich, die Harmonisierung beider Schulsysteme anzustreben und auch Flexibilität zuzulassen, wo dies kulturell bedingt Sinn mache.

Wir decken auf: Die Harmonisierung der Übertrittsverfahren und -kriterien Primarschule-Orientierungsschule und Orientierungsschule-Gymnasium sind bei weitem noch nicht geklärt. Offen bleibt sicher auch die Frage nach den Abschlussprüfungen auf der französischsprachigen Seite, welche zu vielen Wiederholungen des letzten Schuljahres (10. Schuljahr) führt, teuer und nicht bessere Anschlusslösungen bringt. Weitere Unterschiede bestehen, die wir auf der deutschsprachigen Seite als sehr wertvoll einstufen und keine Harmonisierung wünschen.

Ein best practice-Vergleich könnte im Grossrat und beim Staatsrat eine sinnvolle Unterstützung der Anliegen ermöglichen. Wir finden: Schade für die verpasste Chance!

 

→ Antwort des Staatsrats